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Freiwillige Feuerwehr Neubensdorf

 

 
 

 

BENSDORF Nur in zwei der vier Ortsteile der Gemeinde Bensdorf gibt es noch Freiwillige Feuerwehren – in Altbensdorf und Neubensdorf. Sie bilden das starke Duo des Brandschutzes, dem sich neben Bensdorf selbst auch die anderen Ortsteile Woltersdorf, Vehlen und Herrenhölzer anvertrauen können.

Zu dem aus zwei Löschzügen bestehenden Gespann gehören 55 Frauen und Männer. Zählt man die Jugendwehr mit sieben Mitgliedern und die Alters- und Ehrenabteilung hinzu, handelt es sich immerhin um 88 Frauen und Männer, denen die Hilfe für in Not geratene Mitbürger eine Herzenssache ist.Als die Neubensdorfer Feuerwehr im Jahr 1934 gegründet wurde, und schon längst die Kanonen für den kommenden Krieg geschmiedet und in den Wehren Luftschutzübungen abgehalten wurden, war die Altbensdorfer Wehr schon über 20 Jahre alt. Ihre Gründung war mit der Geschwindigkeit eines Feuerwehr-Einsatzes vollzogen worden. Die Einsicht, eine Wehr aufzustellen, kam wie ein Blitz.

Am 11. Juni 1911 schlugen um 11 Uhr die Glocken der Altbensdorfer Kirche Alarm. Es brannte die Mühle. Zwar hatten Dorfbewohner schnell eine so genannte Eimerkette gebildet, um das Löschwasser an den Brandherd zu bringen, doch trotz dieser Anstrengungen brannte die Mühle ab. Die Ohnmacht bei der Brandbekämpfung führte dazu, dass noch am Abend dieses schrecklichen Tages in Altbensdorf eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen worden ist. In der Chronik ist von namhaften Gründungsmitgliedern die Rede, die als Handwerksmeister und Unternehmer vermutlich die Stammtischrunde gebildet haben dürften. Und weil der Notfall arme wie reiche Bewohner treffen konnte, gehörten auch zwei Kossäten zur Wehr.

Vermutlich war es in erster Linie Handwerk und Gewerbe geschuldet, dass die Altbensdorfer Wehr schnell mit Gerätschaften zur Brandbekämpfung ausgerüstet wurde und bereits im Jahre 1929 vier Brunnen zur Verfügung standen, von denen noch zwei nutzbar sind.

Während zu dieser Zeit die Kameraden der Feuerwehr im Dorf oder in unmittelbarer Nähe arbeiteten, haben sich diese Bedingungen zu DDR-Zeiten und vor allem nach der Wende drastisch verändert. Das betrifft nicht nur die räumliche Entfernung von Kameraden. Man müsse auch akzeptieren, dass gerade Inhaber kleinerer Betriebe nicht auf Mitarbeiter verzichten wollen, weil einfach Ersatz fehlt und der gesetzlich zustehende Ausgleich den tatsächlich entstandenen Ausfall nicht deckt.

Und noch ein Hindernis sieht der 46-jährige Wehrführer, der vor rund 30 Jahren mit seiner ganzen Clique in die Jugendfeuerwehr eingetreten ist. Er bedauert, dass sich immer weniger Menschen für das Gemeinwohl interessieren, weil "das materielle Denken immer schlimmere Formen annimmt".

Dieser Gemeinschaftsgeist, die Kameradschaft und das gegenseitige Einstehen auch im Augenblick der Gefahr sind Jürgen Siemon wichtig. Seinen Eintritt vor 20 Jahren hat er allerdings ganz schlicht begründet: "Wer auf dem Dorf wohnt, gehört in die Feuerwehr."

Quelle: Märkische Allgemeine / Jürgen Krumnow




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